Informationen zur Gesamtschule:
Teil 3 - Unterrichtliche Besonderheiten

 
   
 
 

Die Gesamtschule wird den verschiedenen Ansprüchen und unterschiedlichen Voraussetzungen durch eine Differenzierung der Schüler nach Leistung, also durch Leistungsdifferenzierung gerecht.

Es bestehen dabei zu Beginn der Leistungsdifferenzierung zwei Anforderungsbereiche:

  • Niveau I: Fundamentalbereich (also für grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten
    und Kenntnisse) die sogenannten GA-Kurse,
  • Niveau II: Erweiterungsbereich (also über den Grundlehrstoff hinaus eine Erweiterung mit dem Ziel der selbständigen und vertiefenden Arbeit) FE-Kurse.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, besonders befähigte und leistungsstarke Schüler als Fortgeschrittene zu fördern und zu fordern. Das sind dann die F-Kurse. In A-Kursen sollen die Schüler wieder den Anschluss an den G-Kurs in kleinen Lerngruppen schaffen.

Die Leistungsdifferenzierung setzt allmählich ein:

  • im 7. Jahrgang nach einem halben Jahr in Mathematik und in der 1. Fremdsprache, also in Englisch (oder an der Kopernikus-Oberschule auch in der 1. FS Französisch bzw. Spanisch).
  • im 8. Jahrgang spätestens dann im Fach Deutsch und im Fach Physik
  • im 9. Jahrgang in den Naturwissenschaften: Chemie und Biologie.

Die Leistungsdifferenzierung setzt allmählich ein: in einem Alter der Schüler also, in dem sich die Persönlichkeit zu festigen beginnt und der Jugendliche sich konkrete Bildungsziele setzt, z. B. in Bezug auf seinen späteren Ausbildungsberuf und auf seinen persönlichen Schulabschluss.

Der übrige Unterricht findet im Klassenverband in den Klassenräumen der jeweiligen Jahrgänge statt. Dies betrifft die Fächer Gesellschaftswissenschaften (d.h. Geschichte, Sozialkunde und Erdkunde), Musik, Kunst, Sport, Arbeitslehre und Ethik.

Eine weitere Möglichkeit der Gesamtschule auf die individuellen Interessen und Fähig-
keiten eines Schülers einzugehen ist im Wahlpflichtbereich gegeben.

Der Schüler und seine Eltern wählen je nach Interesse bzw. Fähigkeit aus einer Reihe von Fächern

  • im 7. und 8. Jahrgang ein Fach (mit 4 Wochenstunden)
  • im 9. und 10. Jahrgang zwei Fächer ( mit je 3 Wochenstunden) aus.

Das Wahlpflichtangebot sieht folgende Fächer für die 7. und 8. Klassenstufe vor:

  • 2. Fremdsprache (Französisch oder Latein oder Spanisch) oder verbindlich Englisch, wenn die erste FS Französisch oder Spanisch ist,
  • Naturwissenschaften (also Projekte aus Physik, Chemie oder Biologie)
  • Arbeitslehre
  • Musik
  • Kunst
  • Histografie (d.h. Geschichte und Erdkunde)

Das Wahlpflichtfachangebot für die 9. und 10. Klassenstufe sieht folgende 16 Fächer vor:

  • Fortsetzung der 2. Fremdsprachen (aus der 7./8. Klassenstufe)
  • Neubeginn einer 2. , oder auch 3. Fremdsprache (Französisch, Latein oder Spanisch)
  • Mathematik
  • Literatur
  • Geschichte
  • Erdkunde
  • Physik
  • Chemie
  • Biologie
  • Darstellendes Spiel /Schulspiel
  • Sport
  • Informatik
  • Arbeitslehre
  • Musik und
  • Kunst

Zu Ihrer Information ist es sicherlich wichtig, an dieser Stelle festzuhalten, dass dieses Fächerangebot natürlich neben den Fächern nach der sog. Stundentafel steht, d.h. also als eine Erweiterung und Vertiefung des Fächerkanons zu verstehen ist.

Lassen Sie mich noch fünf weitere Punkte ansprechen:

  1. Die Klassen, in den Gesamtschulen Kerngruppen genannt, werden von jeweils
    zwei Lehrern geleite
    t. In der 7. und 8. Klassenstufe kommt in der Regel noch ein Sozialpädagogischer Mitarbeiter hinzu. Alle Klassen bleiben von der 7. bis zur 10. Klasse zusammen und haben feste Klassenräume.
  2. In den Klassen- sprich: Kerngruppen - befinden sich maximal 32 Schüler, dies ist auch die Klassenfrequenz an den Realschulen und Gymnasien. In den leistungsdifferenziert unterrichteten Fächern dagegen liegt die Durchschnittsfrequenz bei 21 - 22 Schülern. In den Wahlpflichtfächer liegt die Durchschnittsfrequenz sogar bei nur 19 Schülern.
  3. In einem von der Schule festgelegten Zeitraum von 2 bzw. 3 Wochen finden im 7., 8.und 10. Jahrgang Klassenfahrten bzw. Projektwochen statt. Für alle Schüler des 9. Jahrgangs findet in diesem Zeitraum ein dreiwöchiges Betriebspraktikum statt.
  4. Für Schüler, die das Abitur machen wollen, bietet die Gesamtschule bezüglich der zweiten Fremdsprache drei Möglichkeiten für den Beginn dieser zweiten Fremd-
    sprache:
    • in der 7. Klassenstufe oder
    • in der 9. Klassenstufe oder
    • in der 11. Klassenstufe.

    Je später ein Schüler mit der zweiten Fremdsprache beginnt, desto größer werden seine Unterrichtsverpflichtungen in den Fremdsprachen in der gymnasialen Oberstufe. Diesen späteren Beginn der zweiten Fremdsprache bietet nur die Gesamtschule.
  5. Selbstverständlich gibt es an den Gesamtschulen Hausaufgaben. Die Kopernikus-Oberschule bietet betreute Hausaufgabenstunden, weitere Stunden in Deutsch, Englisch bzw. Französisch und Mathematik, sowie Übungsstunden in diesen Fächern und in den Naturwissenschaften an.

Abschließend möchte ich noch folgendes sagen:

Jede Schule, unabhängig von der Schulart, versucht sich ein eigenes Gepräge, ein eigenes Profil, zu geben.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten:

  1. Einen besonderen pädagogischen Ansatz (z.B. zwei Klassenlehrer und ein Sozialpädagoge für die Leitung einer Klasse mit festem Klassenraum)
  2. Setzung von pädagogischen Schwerpunkten (in der Kopernikus-Oberschule:
    Musik und Tanz, Darstellendes Spiel, Informatik und Projekte)
  3. eine andere Organisationsform (hier Ganztagsbetrieb, Leistungsdifferenzierung,
    sinnvolle Freizeitgestaltung und qualifizierte sozialpädagogische Betreuung durch Erzieher und Sozialarbeiter in einem Außerunterrichtlichen Bereich)
  4. eine unterrichtliche Schwerpunktsetzung. An der Kopernikus-Oberschule durch Verstärkung in den Fächern Deutsch, Englisch/Französisch und Mathematik, sowie von Lehrern betreute Hausaufgabenstunden, und eine Vielzahl von Übungsstunden in den Hauptfächern. Und
  5. natürlich durch das Angebot verschiedener Fächer, die in der Wahlmöglichkeit der
    Schüler und Eltern liegen:
    • 6 Wahlpflichtfächer für die 7./8. Klassen , und
    • 16 Wahlpflichtfächer für die 9./10. Klassen
    und eine Vielzahl von Hobby- und Freizeitangeboten und Arbeitsgemeinschaften,
    unter Leitung von Lehrern und sozialpädagogischen Mitarbeitern.

Wie dies an der Kopernikus-Oberschule verwirklicht wurde, können Sie sich am

im Januar 2013 abends in der Kopernikus-Oberschule

ansehen - genauen Termin bitte rechtzeitig erfragen. Sie sind herzlich eingeladen.

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